Führungstipp Oktober 2013:
„Wir sind der Ausgangspunkt für gegenseitiges Vertrauen?“

Haben Sie eine mit sich getroffene Vereinbarung, ein Ritual oder eine Übung 4 Wochen lang durchgehalten? Dann, aber nur dann ist anzunehmen, dass Sie sich an das halten, was Sie sich vornehmen. Sonst gilt, nochmal versuchen! Wenn Sie Ideen dazu brauchen, schreiben Sie mir.

Für den Oktober ist mir folgendes Thema in meiner Coaching-Praxis entgegengekommen:
“Um anderen zu vertrauen muss ich erst einmal mir selbst vertrauen”

Wissen Sie, warum es uns manchmal so schwer fällt, anderen Menschen zu vertrauen? Weil wir die meisten Niedlichkeiten, die wir anderen zutrauen selbst schon begangen haben. Im Grunde befürchten wir, dass die anderen das Gleiche an uns ausprobieren, womit wir schon Erfahrungen gesammelt haben. Gemeint sind hier besonders die mit Erfolg gekrönten Niedlichkeiten; die werden natürlich auch von anderen gerne angewandt. Oft wurden diese von uns auch nur gedacht, aber das reicht schon, damit wir sie als Möglichkeit des Handelns auch anderen unterstellen. Ob es um kleine Schwindeleien, Ausreden, manipulative Irreführungen oder Hintergehungen geht spielt grundsätzlich keine Rolle.

Diesbezügliche Veränderung beginnt an uns selbst. Bevor wir an unserem Misstrauen leiden oder andere darunter zu leiden haben, empfehle ich einen Bewusstseins-STOP:

  • Bewusstseinsübung: Spiegeln Sie sich selbst beim ersten Misstrauen gegenüber anderen. Gibt es eine Tatsache für Ihr Misstrauen oder spiegelt sich darin nur eine eigene Handlung aus Ihrer Vergangenheit?
  • Lernübung: Sie lösen sich von der Vorstellung, dass andere Menschen immer Ihren Erwartungen entsprechen müssen. Sie tun das umgekehrt schließlich auch nicht immer. Beherrschen Sie sich in dem Bemühen, andere zu verändern sondern fragen Sie sich, was SIE verändern können um mit der Situation adäquat umzugehen.
  • Praktische Arbeit: Geben Sie viel öfter Dinge ab, die Sie anderen nicht zutrauen. Freuen Sie ich sichtbar mit Ihren Mitarbeitern über die erfolgreiche Durchführung und erkennen Sie nicht nur Ergebnisse an. Würdigen Sie auch die Leistung!
  • ICH-Arbeit: Stehen Sie zu Ihren Schwächen und gehen Sie großzügiger mit sich selbst um. Versprechen Sie weniger und halten Sie mehr.

Das sind Schritte in echte Führungsauthentizität. Keine leichten, aber wunderbare für die Menschen, die mit Ihnen zu tun haben. Integral bedeutet hier auch, dass Ihr Privatleben von diesem Ansatz ebenfalls profitieren kann. Und, Ihre innere Ruhe kann erheblich zunehmen, wenn Sie mehr vertrauen!

Für alle Führungskräfte, die mehr Vertrauen wagen wollen einTipp von Ernest Hemingway:
“The best way to find out if you can trust somebody is to trust them.” (“Der beste Weg herauszufinden, ob man jemandem vertrauen kann, ist ihm zu vertrauen.”)

Kenne Sie schon alles, sagen Sie? Meine Frage: “Tun Sie es schon?”

Und wenn Sie Bedarf haben, Vertrauen in Ihrem Team aufzubauen, dann sprechen Sie mich an.

Herzliche Grüße
Ihr
Peter Saulus