„Ich arbeite an Überzeugungen,
die mich behindern“

Haben Sie das Gefühl, dass andere Sie so gut kennen, dass der Druck auf einen unsichtbaren Schalter bei Ihnen genügt, damit Sie in deren Sinn reagieren?
Erleben Sie in bestimmten Situationen dass Sie sich zu Reaktionen verleiten lassen, die Sie im Grunde nicht zeigen wollen und die Sie hinterher, öfter als Ihnen lieb ist, bedauern oder zumindest anzweifeln?

Zum Thema Ausgeglichenheit eine weitere Anregung, die ich Ihnen für mehr innere Zufriedenheit im neuen Jahr ans Herz legen möchte:

Ich arbeite an Überzeugungen die mich behindern.

In beiden o. g. Fällen wird Ihre Kerbe getroffen. Kerben sind Überzeugungen, die als persönliches Grundprogramm (inneres Skript) Ihren Reaktionen auf bestimmte Situationen zu Grunde liegen.
Beispiel 1: Sie helfen einem Mitarbeiter, obwohl Sie genau wissen, dass Sie es nicht tun sollten, weil …
Beispiel 2: Sie helfen einem Mitarbeiter nicht, obwohl Sie spüren, dass Sie es tun sollten, weil …
Erkennen Sie die möglichen Kerben?
Wenn man diese Kerbe(-n) nicht wahrnehmend erkennt und keine Alternative(-n) aufbaut, dann reagiert man immer gleich bzw. im gewünschten Modus.

Kerben-Reaktionen die sich im Führungs- und auch Lebensalltag zeigen sind:

  • Dominantes, zu bestimmendes Verhalten mit unangemessener / überrollender Reaktion
    • nach außen: Wenig empathische und des Öfteren verletzende Kommunikation
    • nach innen ist zu spüren: „Ich glaube, das hat jetzt nicht gepasst.“
  • Ängstliches, zu zurückhaltendes Verhalten mit zu nachgiebiger / inkonsequenter Reaktion
    • nach außen: Zweifelnde Ausstrahlung und fehlende Durchsetzungskraft
    • innen läuft ab: Gedankenschleifen mit „Hätte ich nur bzw. hätte ich bloß nicht.“
  • Pessimistisches, zu destruktives Verhalten mit zu langsamer / unentschlossener Reaktion
    • nach außen: Offenhalten und zögerliches Entscheidungsverhalten
    • nach innen: „Warum habe ich nur nicht Ja/Nein gesagt?“
  • Optimistisches, zu offensives Verhalten mit zu schneller / unbedachter Reaktion
    • nach außen: Fehlender Ernst und Spaß-Kommunikation, die keinen nachhaltigen Spaß verursacht.
    • nach innen: „Hoffentlich geht das gut.“

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welche Konsequenzen überzogene, inadäquate „Kerben“-Reaktionen auf Andere, deren Motivation und die Bereitschaft erfolgsorientiert zusammenzuarbeiten haben?
Welche ungewollten Folgen erleben Sie ganz persönlich in Ihrer Zusammenarbeit respektive Ihrem Zusammenleben? Wie lange zieht der ein oder andere Teufelskreis bei Ihnen seine Schlaufen, weil es „eigentlich“ noch funktioniert?

Anregung und gegebenenfalls Ihr persönliches Ziel für 2015:

  1. Sie gehen persönliche Kerben und Teufelskreise an, die Sie schon länger nerven, belasten oder stören.
  2. Sie versuchen, Ihr inneres Team kennen zu lernen und stellen sich für Ihre „Kerbentreffer“ neu auf.
  3. Sie erarbeiten sich Alternativen und reagieren auf Situationen in neuer, anderer und für Sie produktiverer Art und Weise.
  4. Sie bieten auch Ihrem Team und Ihren Mitarbeitern an, diesbezüglichen Energieverbrauch zu reduzieren.

Benjamin Franklin hat passend zum Thema einmal folgendes gesagt:
„Was hilft es, bessere Zeiten zu wünschen und zu hoffen? Ändert euch nur selbst, so ändern sich auch die Zeiten. Ohne Mühe geht nichts.“

Diese Bemühungen alltagstauglich zu machen ist Ziel meiner Business-Coachings. Sprechen Sie mich an.

Dieses und weitere spannende Themen können Sie auch in meinem Buch „Führen ohne Leiden“, welches im Frühjahr 2015 bei Springer-Gabler erscheint, noch tiefergehender nachlesen.

Sie sagen: „Das kenn´ ich schon!“, dann lautet meine Frage: „Setzen Sie es schon nachhaltig um und ein?“

Zu diesem und weiteren Führungsthemen starten wir ab 26. März 2015 wieder ein Kompetenz-Seminar für Führungskräfte in München.
Ehemalige Teilnehmer haben die Gelegenheit am Profitraining „Mehr Führen, weniger  Managen“ am 24. + 25.3.15 in München teilzunehmen.

Herzliche Grüße
Ihr Spezialist für das „eigentlich“

Peter Saulus

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