FührungsTipp August 2014:
„Laß´ Dich nicht rumschieben,
mach´ Dein Ding!“

Wir können ja eine ganze Menge von Kindern lernen. Das hat mich für den Führungs-Tipp im August zu einer kleinen Geschichte angeregt, der ich hier das Thema gebe:
„Lass´ Dich nicht rumschieben, mach´ Dein Ding!“

„In meiner Heimat Bayern gibt es schon viele Krötentunnel (auch Amphibientunnel oder Tierquerungshilfen genannt), die den Kröten bei ihren Laichwanderungen ermöglichen sollen, sicher über die Straßen, besser gesagt darunter hindurch, zu kommen.
An einer Dorfstraße, in einem kleinen Ort in Oberbayern, gab es allerdings noch keinen solchen Tunnel, und so machte sich der kleine Sepp auf zum Krötenretten. Zahlreich tauchten sie an diesem Tag auf und es war klar, dass er diese große Zahl an Hüpfern niemals sicher über die Straße bekommen würde. Die vielen vorbeifahrenden Autos hatten schon viele der Tiere überfahren. Er aber nahm immer eine Kröte in die Hand, schaute links und rechts, lief über die Straße und setzte drüben die Kröte wieder in die Wiese. Während eines solchen Vorgangs hielt auf einmal ein Auto, der Fahrer öffnete das Fenster und rief zu ihm: „Was bist Du denn für ein Dummkopf. Das ist doch völlig sinnlos was Du da machst. Du wirst die Kröten nie alle über die Straße bringen und retten können. Was Du da tust wird nicht das Geringste für die Kröten ändern.“
Da sah ihm der kleine Sepp tief in die Augen, hielt ihm die Kröte unter die Nase und meinte: „Für die hier wird es etwas ändern“, ging festen Schrittes hinüber zur Wiese und setzte seine Kröte ab.“

Sind auch bei Ihnen gelegentlich oder schon sehr ausgeprägt die Miesmacher unterwegs, die Ihnen sagen wollen wo es langgeht? Die, nur weil sie anders aufgestellt sind, glauben ihr Weg sei der einzig richtige und „vernünftige“? Die, bevor sie nachgedacht haben, andere durch Worte runterziehen?

Was können wir aus dieser Geschichte für den Arbeitsalltag mitnehmen?

  1. Wir geben den Dingen, die wir tun, einen Sinn!
    • Vorteil: Sie müssen sich für nichts rechtfertigen.
  2. Wir stoppen gelegentlich in unseren Notwendigkeiten, und denken darüber nach, ob es jemanden gibt dem wir helfen können. Das darf ruhig mal eine „Kröte“ Mitarbeiter/-in sein, der/die sonst vielleicht auch nicht an das Ziel kommt.
    • Vorteil: Sie tun mal wieder was für Ihren Spirit. Das möchte ich hier mit Mut, Laune, Stimmung, Schwung und Elan, positiver Einstellung und geistvoll übersetzt wissen.
  3. Wenn mehrere zusammenhalten, dann schaffen es Andere auch leichter.
    • Vorteil: Sie tun das letztendlich (auch) für sich.
  4. Wenn Sie einmal, wie der oben geschilderte Autofahrer, unterwegs waren, dann lernen Sie, sich zu entschuldigen, wenn Sie bemerken, dass Ihr Verhalten nicht gepasst hat.
    • Vorteil: Sie ärgern sich weniger über sich selbst und werden auf diese Weise durchlässiger.

Womit wir unter anderem und auch wieder einmal bei der Wertschätzung angekommen sind. Der Wertschätzung, die Sie sich selbst gegenüber empfinden. Also, lassen Sie sich nicht einlullen und rumschieben. Spielen Sie mit und machen Sie ihr Ding. Ach ja, und das darf durchaus einmal etwas Anderes bzw. Neues sein.
Oben steht auch nicht „dreh ein Ding“, sondern gemeint ist, stehe zu dem, was Du für richtig hältst. Da steht auch nicht, „denk nicht nach“, wenn jemand Dir etwas mitteilt!

Dazu wieder ein passendes Zitat:
„Manche leben in einer so erstaunlichen Routine, dass es schwer fällt zu glauben, sie lebten zum ersten Mal.“

Herzliche Grüße
Ihr Spezialist für das „eigentlich“

Peter Saulus