FührungsTipp November 2012:
„Öfter mal aufgeregt?“

Heute wieder ein Vorschlag  zur Erhöhung der inneren Qualität und äußeren Souveränität, der letztendlich auch mit gesundem Führen einhergeht:
„Du kannst Dich über alles aufregen,
Du musst es aber nicht!“

Je nachdem in welche „Kerbe“ bei uns geschlagen wird, können aufregende Situationen entstehen. Erst in uns, dann um uns herum. Wenn diese Aufregung sich dann gelegt hat, waren Sie vielleicht selbst schon einmal kopfschüttelnd vor dem Ergebnis gestanden. Warum wohl? Sie haben beim Normalstand Ihres Adrenalinpegels erkannt, dass es gar keinen Grund gab, sich über die Gebühr zu „regen“ Die Angelegenheit wäre mit Ruhe und Gelassenheit wesentlich effizienter bereinigt oder gelöst geworden.
Wenn ich hier von „sich aufregen“ spreche, dann nicht nur von den Explosionen, sondern auch von den oft viel gefährlicheren Implosionen, die sich mit der Zeit zu einem inneren Müllhaufen auftürmen können. Mit gefährlich meine ich nachhaltig die Gesundheit ruinierend und nach über 25 Jahren Trainer weiß ich wovon ich rede.

Bei, besser noch vor Ihrem nächsten „Aufreger“ gehen Sie doch schnell in sich:

  • Als Explodierer:
    • Bewusstheit: Was mach´ ich da eigentlich? STOP und HALT! Jetzt rege ich mich bewusst nicht auf!
    • Grund: Was ist heute oder letzthin schief gelaufen, dass ich so reagiere?
      • Worüber ärgere ich mich wirklich?
    • Sinn: Wieso lasse ich von „Fliegenschissen“ mein Leben (mit-)bestimmen?
    • Dazulernen: Könnte es sein, dass ich mich in Wirklichkeit über mich aufrege?
  • Als Implodierer:
    • Lassen Sie es zu, in sich wahrzunehmen: „ICH REG MICH AUF“
    • Stellen Sie sich auch den Punkten des Explodierers.
    • Sammeln Sie keinesfalls Adrenalin
      • Wahnsinnschrei unter einer Autobahnbrücke oder ähnliches Ventil (nicht Hund, nicht Auto, nicht Kind, nicht Essen)
      • Nehmen Sie also möglichst wenig bis nichts nach Hause mit
    • Könnte es sein, dass ich mich in Wirklichkeit über mich aufrege?
  • als nachhaltiger Ex- und Implodierer
    • Erörtern Sie mit einem Business Coach oder anderen kompetenten Menschen, wie Ihr „inneres Team“ aufgestellt ist, dass Sie immer wieder so reagieren.
    • Lernen Sie durchlässiger (nicht ignoranter) zu werden.
    • Kein Verdrängen! Wenn Sie nicht entscheiden, dann entscheidet Ihr Körper für Sie.

In Anlehnung an Hermann Hesse (Demian) möchte ich den tiefer gehenden Führungskräften folgendes Zitat ans Herz legen: „Wenn wir uns über einen Menschen aufregen, so regen wir uns über etwas an ihm auf, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.“

Jeder macht sich seine Aufreger oft selbst! Also ran an das gesunde Führen und die pro-aktive Frage „Was kann ICH tun?“
…. um mich weniger aufzuregen?

Zu diesem Themenkreis können Sie mich gerne ansprechen. Möglicherweise ergibt sich dann was ganz Abregendes für Sie.

Herzliche Grüßen aus München, einen gesunden November und eine erfolgreiche Führungszeit
Ihr

Peter Saulus