FührungsTipp Oktober 2012:
„Lösungslosigkeit aushalten“

Heute ein Vorschlag  zur Erhöhung der inneren Qualität, der nicht unbedingt Führungsarbeit voraussetzt, aber hierbei keinesfalls schädlich ist:
„Halten Sie Momente der Lösungslosigkeit aus“

Kennen Sie folgende Situation: Sie erhalten einen Affen zugeworfen. Ein Affe kommt meist in Form einer Nachricht, Bitte, Rückdelegation oder verzweifelten Blickes auf Sie zu und klammert sich blitzschnell an Ihnen fest. Das fatale ist, der Affe gehört Ihnen gar nicht und hat nichts mit Ihren Zielen zu tun! Nur mit den Zielen und Vorhaben von Anderen.
Dennoch verspüren viele Führungskräfte sofort
den inneren Zwang „Ich MUSS reagieren und zwar schnellstens!“ Mit dem Ergebnis, dass Ihr persönliches Zeitmanagement in Unordnung gerät. Meist sind Sie dann mit den Aufgaben von Anderen mehr beschäftigt, als mit Ihren eigenen. Natürlich dürfen Sie Ihren „pastoralen Krankenschwesterntrieb“ (Pfarrer und Krankenschwester in einer Person) leben; aber dann überprüfen Sie vorsichthalber nochmals Ihr Berufsbild.

Probieren Sie vor Ihren gewohnten Spontanreaktionen doch mal Folgendes aus:

  • Ich halte mich mit Spontanlösungen zurück und sage nie sofort JA oder NEIN. Ich erbitte mir Bedenkzeit.
    • Hiermit sind keine akuten Notsituationen gemeint, sondern meine vielen Ja´s über den Tag.
    • 75% aller geforderten Spontanlösungen haben sich nach der Bedenkzeit von selbst erledigt. Warum wohl?
  • Ich stelle mir die Frage: Was hat das mit meinem Ziel, meiner Planung, meinen Prioritäten zu tun?
    • Zu oft gar nichts; eher mit den Zielen von anderen.
  • Ich bin vorsichtig bei zu viel Rücksicht und überprüfe, ob ich da nicht zu oft in die „pseudomoralische“ Falle laufe.
  • Ich stelle mir die Risikofrage: „Was passiert schlimmstenfalls, wenn ich nicht sofort im Sinne des Anderen handle bzw. etwas tue?“
    • Außer „beleidigten Leberwürsten“ zu 99% gar nichts Nachteiliges.
  • Ich notiere und vergesse NIE, dass ich noch eine Anwort schuldig bin!
    • Verbinden Sie Selbstverteidigung mit Wertschätzung
  • Fleißaufgabe: Über eine Woche den Zeitgewinn einschätzen und notieren und sich dann freuen.

Wenn selbst noch die ein oder andere, in Ihrer Praxis getestete Idee haben, dann nehme ich diese gerne für einen weitereren Integral-BLOG mit auf.

Jeder macht sich seinen Stress und Druck selbst! Also ran an die pro-aktive Frage „Was kann ICH tun?“
…. um mehr „ich will“ und weniger „ich muss“ zu leben?

Zu diesem Themenkreis starten wir ab 14. März 2013 unser offenes Seminar „Überzeugend Führen“ in München. Infos auf unserer Webseite.

Herzliche Grüßen aus München, einen sonnigen Oktober und eine erfolgreiche Führungszeit
Ihr

Peter Saulus
Der Spezialist für das „eigentlich“